The King

Elvis Presley: Die tragische Karriere des King of Rock'nRoll.



Als Elvis Presley, der King of Rock'n'Roll, am 16. August 1977 aufgedunsen und abgelebt das Zeitliche segnete, war er der wohl bekannteste Mensch auf diesem Planeten.
Millionen von Menschen sahen (und sehen noch) in ihm ihr Idol. Der erste grosse Star der populären Musik blieb auch ihr grösster.
Doch es waren nicht nur sein Aussehen, seine Stimme, seine Musik, die die Menschen in ihren Bann schlugen ñ es war vielleicht vor allem anderen sein Leben, sein tragisches Schicksal.




Die Eltern des King of Rock'n'Roll im Jahre 1933:
Vernon und Gladys Presley. Vernon war Fabrikarbeiter, Gladys (geborene Smith) Näherin.



Am 8. Januar 1935 wird Elvis Aron Presley in East-Tupelo, Mississippi, geboren.
Sein Zwillingsbruder Jesse Garon starb bei der Geburt; Elvis blieb ein Einzelkind, das von seiner Mutter abgöttisch geliebt wurde.



Elvis' Vater Vernon wurde 1938 wegen Scheck-Fälschung zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt, 1939 aber vorzeitig entlassen.
Die Bindung zwischen Elvis und seiner Mutter wurde noch enger.

Bild: Die Familie 1941.



1945 gewann Elvis den zweiten Preis eines Talentwettbewerbs. Im folgenden Jahr erhielt er eine Gitarre.
1948 zog die Familie um nach Memphis, Tennessee. Nach dem Schulabschluss 1953 arbeitete er als Lastwagenfahrer bei Crown Electric.
Im selben Jahr nimmt Elvis im Studio des Sun-Labels von Sam Phillips in Memphis auf eigene Kosten eine Platte auf ñ als Geburtstagsgeschenk für seine Mutter.

Der Rest ist Geschichte...



In kürzester Zeit stieg der junge Südstaatler zum Teenager-Idol auf.
Elvis hat den Rock'n'Roll nicht erfunden. Doch er hat ihn erst richtig populär gemacht.

Erst mit seinem lasziven Hüftschwung, der das prüde Amerika der Fifties dermassen schockierte, mit seiner Haartolle und ...



... seinem ´Schlafzimmerblick brachte er die Fans gewaltig zum Kochen.



Die Band: Bill Black, Elvis und Scotty Moore.
Elvis brachte als Weisser die schwarze Musik des Südens einem weissen Publikum näher, das sonst keinen Zugang zu dieser Musik fand.



Ein Konzert an der Mississippi-Alabama State Fair in Tupelo, 1956.



Die Wirkung auf die Teenager war unbeschreiblich. Vor allem auf die weiblichen...



1956 trat Elvis in der Ed-Sullivan-Show auf, was eine Pressekampagne gegen seine Obszönität in Gang setzte.
Zuvor im gleichen Jahr war Elvis in geschäftliche Beziehung zu einem Mann getreten, der sein Leben entscheidend beeinflussen sollte:
Col. Tom Parker, fortan Manager des King.



Parker, ein gerissener Geschäftsmann, hat wohl überhaupt erst den unglaublichen und lang anhaltenden Erfolg von Elvis möglich gemacht.
Zugleich aber trägt er, der weder am Schicksal seines Schützlings noch an der Musik wirklich interessiert war, eine bedeutende Mitschuld am tragischen Ausgang der Karriere des King.



1956 aber war Elvis noch jung, naiv und unverbraucht.
Mit seinem schnell erworbenen Geld kauft er seiner Mutter zum Geburtstag einen rosaroten Cadillac.



Elvis 1956 mit der damals noch unbekannten Natalie Wood.
Die beiden hatten sich bei den Dreharbeiten zu Elvis' erstem Film Love Me Tender kennen gelernt.



1957 kauft Elvis das Anwesen Graceland in Whitehaven bei Memphis, in dem er 1977 starb. 



Auf der Höhe seiner Popularität 1958 trat Elvis den Wehrdienst an. Das schien das Ende seiner Karriere zu werden ...



Als G.I. war Elvis in Friedberg in Deutschland stationiert.
Er verfügte aber über eine eigene Wohnung in Bad Nauheim, in die auch sein Vater und zahlreiche Freunde einzogen.
Auch in Deutschland liess die Elvis-Mafia ihren Goldesel nicht aus den Augen ...



In Deutschland lernte Elvis 1959 seine spätere Frau Priscilla Beaulieu kennen, die Tochter eines US-Offiziers.



1960 kehrte Elvis in die USA zurück. Priscilla (geboren 1945) heiratete er allerdings erst 1967.



Tochter Lisa Marie kam am 1. Februar 1968 zur Welt; auf den Tag genau neun Monate nach der Hochzeit von Elvis und Priscilla.



Die Familie 1970.



Nach der Entlassung aus dem Militärdienst schien Elvis' Zeit zunächst vorbei zu sein. Da gab es neue Sterne am Pop-Himmel, von denen derjenige der Beatles am hellsten leuchtete.
Doch Parker brachte seinen Goldesel sicher durch die Wüste: Die Sixties waren die Zeit der schlechten Elvis-Filme, die den King im Gedächtnis der Leute hielten.



Der Kitsch, der mit Elvis untrennbar verbunden ist, erreichte in den Filmen der Sechziger einen ersten unrühmlichen Höhepunkt



Elvis, der keine Konzerte mehr gab, hätte gern eine ernsthafte Schauspieler-Laufbahn eingeschlagen.
Doch der Geschäftssinn seines Managers liess dies nicht zu.



1968 aber vermochte sich Elvis (für eine Weile zumindest) aus dem goldenen Käfig seines Managers zu befreien.
Gegen dessen Willen trat er erstmals seit Jahren wieder auf unplugged



... In schwarzer Lederkluft, sichtlich nervös, doch äusserst kraftvoll trat Elvis im NBC-TV-Special auf, das im Dezember 1968 ausgestrahlt wurde.
Es wurde ein phänomenales Comeback.



Elvis wurde immer mehr zum All American Boy:
Der einstige Rebell, der Amerika schockiert hatte, schüttelt 1970 dem Präsidenten die Hand. Richard Nixon war begeistert vom King.
 



In den Siebzigern wirkte Elvis noch einmal stilbildend mit seinen weissen Glitzerkostümen. In diesem Outfit blieb er Millionen von Menschen weltweit in Erinnerung.



Doch der neue Schwung von 1968 ebbte ab, und der King lebte seine Frustration in Fett- und Tablettensucht aus.
Er geriet immer mehr zur Karikatur seiner selbst, bis er am 16. August 1977 im Badezimmer seines Anwesens Graceland starb



Die Beerdigung:
Ein langer Autocorso (mit dem Leichenwagen mit Elvis Presleys sterblichen Überresten an zweitvorderster Stelle) fährt über den Elvis-Presley-Boulevard in Memphis, um den King zu seiner letzten Ruhestätte zu geleiten.



Doch Elvis lebt:

Nicht nur gibt es heute noch eine Unzahl von mehr oder minder begabten Elvis-Imitatoren.
Die Originalband brach 1999 zu einer riesigen ´Elvis, The Concert-Tournee auf, bei der Elvis via Video-Screen mit dabei war.

Wir werden ihn nicht vergessen, war er doch einer von uns